Im zentral-östlichen Teil von Republik Polen, mitten in der malerischen Landschaft und den riesigen Wäldern gründete der Großkanzler - Jan Zamoyski im Jahr 1580 die Stadt Zamość. Die Stadt wird unter die schönsten, städtebaulichen und architektonischen Komplexe der Welt gestellt, „ideale Stadt", die sich auf die Konzeptionen vom italienischen Stadtplaner des 15. und 16. Jahrhunderts stützte. „Perle der Renaissance", „Arkadenstadt", das Werk vom italienischen Architekten Bernardo Morando und hervorragenden Stifter Jan Zamoyski ist ein Denkmal der Geschichte. Die Stadt wurde ins Verzeichnis der Weltkulturerbe UNESCO und in die Liste der fünfzehn Objekte von besonderer Bedeutung für die Geschichte der nationalen Kultur eingetragen.

Der Bau der Stiftskirche, das größte Werk von Morando wurde im Jahre 1587 begonnen. Sie wurde im südlichen Westen vom Großen Markt errichtet.

Die Zeremonie, bei der Stiftungsurkunde und der Gründungsakt der Stiftskirche und Akademie verkündigt wurde, fand am 5. Juni 1600 statt. Die Stiftskirche bekam den Namen von der Auferstehung Christi und Seinem Zeugen - Hl. Thomas Apostel. Die Kirche war eine Weihgabe des Hetmans für die gewonnenen Kämpfe, die er zur Verteidigung der Republik Polen geführt hat.

Bei der Stiftskirche haben neben dem Architekten auch andere Künstler gearbeitet: italienische Baummeister, die aus Mähren geholte wurden, ein deutscher Maurer Michał Betler und Bildhauer Błażej Gocman, Schlosser Krzysztof Wagner und Michał Lange. Die Bilder für das Hauptalter hat ein venezianischer Maler Domenico Tintoretto gemalt. Erst nach dem Tod des Großhetmans (am 3. Juni 1605) hat der Bischof Jan Chrzciciel Zamoyski aus Wołów die Schtiftskirche am 18. November 1637 Jahr geweiht.

Die Kirche hat in dem „Staat von Zamość" dieselbe Rolle gespielt, wie die Wawel-Kathedrale in der Republik. Das hat Glanz der Hauptstadt des Majoratsguts verliehen und unvergesslich den Familiennamen der Gründer gemacht. In der Kirche haben die nachfolgenden Herrscher Treue-Eid der Majoratsordnung abgelegt, die sie dann einem infulierten Prälaten übergaben, dort wurden sie offiziell nach einer langen Abwesenheit begrüßt, hier fanden auch ihre Begräbnisse statt.

Am 25. März 1992 wurde die Stiftskirche zur Kathedrale des neu entstandenen Bistums Zamość-Lubaczów erhoben.

Die Kathedrale, das großartige Werk der Architektur, entstand an der Wende der späten Renaissance und der katholischen Reform, eins der schönsten und wertvollsten polnischen Gotteshäuser bezieht sich auf die Kunst des nördlichen Italiens. Die Kathedrale ist reich an der ideologischen und liturgischen Symbolik mit Zeichen der nachtridentinischen Reform (die Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria, die Betonung der Gottheit Herrn Jesus, die Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, der sorgfältig ausgewählte Name der Kirchen und Kapellen). Das alles zeugt davon, dass die Kirche die wichtige Missionsrolle in den damaligen Zeiten in diesem Teil der Republik Polen gespielt hat.

Seit 19. Februar 1803 fand ein besonderes Bild der Gottesmutter einen Unterschlupf in der Kapelle an der Nordseite. Die Bewohner von Zamość haben dieses Gnadenbild verehrt und Maria als die Gottesmutter von Betreuung oder Wachgebäude benannt. Gemäß der Tradition wurde das Bild vom Gefangenen an der Tür einer Gefängniszelle in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gemalt. Der Mann war im Wachgebäude inhaftiert, weil er eines Verbrechens beschuldigt wurde. „Nach einem kurzen, aber leidenschaftlichen Gebet wurden die Fesseln abgeworfen, und das Bild wurde vom unerwarteten Licht umgeben." Das Bild wurde aus der Gefängnistür herausgeschnitten und an der Wand des Wachgebäudes gehangen (es wird angenommen, dass es auch an den Festungsmauern von Zamość gehangen hat). Den Glauben an die Betreuung der Gottesmutter haben viele Gnaden vertieft, die die vor dem Bild leidenschaftlich betenden Menschen erfahren haben.

Während der 7. Apostolischen Reise nach Polen besuchte Papst Johannes Paul II die Kathedrale in Zamość am 12. Juni 1999, von der er sagte: „... eben in Zamość, (...) in der Kathedrale wurde Maria als Muttergottes von Betreuung seit Generationen verehrt. (...) Der stumme und dennoch vielsagende Zeuge vom Erbe der Jahrhunderte ist die Stiftskirche, die ich zur Kathedrale erheben konnte. Sie beherbergt nicht nur die großen Denkmäler der Architektur und religiösen Kunst, sondern auch die Begräbnisse von denen, die diese große Tradition gebildet haben. "

Auf der nördlichen Seite der Kathedrale, auf der Achse der akademischen Straße und diese Straße optisch schließend seht ein Glockenturm. Es wurde in den Jahren 1760-75, im spätbarocken Stil errichtet, mit einem schlanken, barocken Kuppel gekrönt. Im Glockenturm kann man 3 Glocken sehen: Jan, eine der größten polnischen Glocken, Tomasz und Wawrzyniec.

Auf der südlichen Seite der Kathedrale befindet sich das Haus der Dekane von Zamość - die historische Residenz von infulierten Prälaten - Infułatka, zu dem eines der schönsten in Polen, reich verziertes Portal führt. Es gilt als eines der schönsten Portale in Polen. In das Sakralmuseum an der Kollegiatskirche, wurden die wertvollsten Denkmäler aus der Kollegiatskirche verlegt. Darunter gibt es eine Sammlung von liturgischen Gewändern, Gefäßen und Messbüchern, Reliquiare, Krönungsalbe des Königs Michał Korybut Wiśniowiecki, Porträts der infulierten Prälaten und der Majoratsherren, darunter Sargporträte, Weihgaben.

Die Kathedrale in Zamość, das Werk des italienischen Architekten Bernardo Morando und großen Polen Jan Zamoyski, beeindruckt auch heute mit dem ideologischen und künstlerischen Programm, mit der anspruchsvollen architektonischen Form und Dekoration, mit kostbaren Andenken von Geschichte, Kunst und Kunsthandwerk. Das Gotteshaus berührt die Seele und neigt zum Gebet und zur Suche nach diesem Herrn, dem das Gebäude gewidmet wurde.